Am 30.6.2021 fand unsere Fachexkursion der Klasse Forst 19 zum Singer Berg statt. Dieser hat eine Höhe von 582,6m ü. NN und ragt etwa 140 m über seine Umgebung hinaus. Er befindet sich etwa 5 km südlich von Stadtilm zwischen den Ortschaften Singen und Dörnfeld.

Fo19Exkusion 20210630

Früh trafen wir uns an einem Parkplatz am Ortseingang von Dörnfeld. Von hier aus ging es zum Singer Berg. Hier wanderten wir einen Naturlehrpfad entlang, der über den Berggipfel und nördlich einmal rings um den Berg führte.

Der Ausflug war in verschiedene Stationen aufgeteilt. Bei den Stationen machten wir immer einen kurzen Halt. Hier waren unter anderem noch Schilder vom ehemaligen Heimatverein vorhanden. Auf den Schildern gab es viele Informationen zu den Themen Waldwirtschaft, Ökosystem Wald, aber auch Geographisches und Geschichtliches. Von unserem Lehrer, Herrn Helmboldt, gab es auch einiges an Informationen hierzu:

Geologisch betrachtet ist der Berg ein Kegel aus unterem Muschelkalk, welcher auf dem oberen Buntsandstein, dem Röt, aufliegt.

Das Waldgebiet des Singer Berges hat etwa eine Größe von 80 ha. Hier kommen hauptsächlich Waldkiefern, Schwarzkiefern, Lärchen und Fichten sowie einige Laubbaumarten vor. Als Besonderheit gibt es Vorkommen der Weißtanne und der Eibe.

Auf einer größeren Fläche sahen wir einen zum großen Teil abgestorbenen Fichtenbestand, welcher dem Buchdrucker zum Opfer fiel. Dieser Schaden entstand wahrscheinlich in den letzten 2 Jahren infolge der Trockenheit. Der Hang war hier noch dazu nach Süden ausgerichtet, wodurch die Trockenheit verstärkt wird.

Kurz vor dem Gipfel gab es noch einen schönen Aussichtspunkt. Hier hat man einen guten Blick auf die Reinsberge und auf den Thüringer Wald, u.a. auf den Kickelhahn, den Schneekopf sowie den Großen Inselsberg. Vom weiteren Weg aus sah man dann noch den Langen Berg sowie den Paulinzellaer Forst.

Auf dem weiteren Weg konnten wir auch noch etwas über die frühere Harzgewinnung erfahren. Diese wurde vor allem an der Waldkiefer betrieben. Genutzt wurden hauptsächlich Bäume, welche in den nächsten 10 Jahren gefällt werden sollten. Hierfür wird die Borke entfernt und mit einem Schaber Rillen bis aufs Holz gezogen. Durch die Verletzung tritt Harz aus, welches gesammelt wird. Das Harzen wurde noch bis zu DDR-Zeiten aufgrund der Rohstoffknappheit praktiziert. Ein negativer Aspekt war jedoch, dass das Holz teilweise entwertet wurde.

Zum Schluss erfuhren wir noch etwas Geschichtliches. Es gab hier auf dem Berg vermutlich im 4./3. Jahrhundert v. Chr. eine Siedlung der Kelten. Hier wurden einige, teils 300 m lange Wälle gefunden.     

Ich fand den Ausflug sehr interessant und lehrreich.

 

Peter Dietzsch

Fo19

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